CV

Von 1981 bis 1986 Studium Fotografie und Film an der FH Bielefeld (bei Gottfried Jäger und Karl Martin Holzhäuser). Seit 1990 Arbeit als archäologischer und wissenschaftlicher Fotograf u.a. in Italien und Ägypten. Seit 2000 codebasiertes Design für elektronische Medien und Netze. Gleichzeitig weitere künstlerische Arbeiten mit Fotogrammen, Licht- und Rauminstallationen, genetischen Algorithmen, cellularen Automaten und Stochastiken.

Ausstellungen seit 1986 (u.a.): Kunsthalle Bielefeld, Galerie Artist Unlimited (Bielefeld), Stadthalle Detmold, Fotoforum Bremen (mit Hartwig Schwarz), Symposium für Fotografie (mit Achim Bitter und Hartwig Schwarz) Bielefeld, Rheinisches Landesmuseum Bonn, Niewe Brabantse Kunst Stichting Oirshot, E.N.P. Arles.
1987 Arbeitsstipendium des Deutsch-Französischen Jugendwerks.

 

Anmerkungen zu den Arbeiten

Kalkül – Algogramme, Oszillogramme

Manipulierte Bits sind hier die Grundlage der Arbeiten für Flüssigkristalle und Rastergrafiken. Algorithmen, die Bilder schreiben, digitale Fotogramme, bei denen das Datum der Pixel das Belichten der Silberhalogenide ersetzt. "It from Bit" wie John Archibald Wheeler es formulierte. Aus Information und Daten entsteht Welt oder zumindest Bildwelt.
Bei den Algorithmischen – wie auch bei den Fotogramm-Arbeiten – interessiert mich die Perzeption von Farbe, Licht und Raum. Die Ergebnisse der digitalen und analogen Arbeitsweise unterscheiden sich jedoch grundsätzlich. Das analoge Fotogramm zeigt noch Reste handwerklicher Spuren, das programmierte Algogramm ist davon vollständig befreit. Das Machen und das Ergebnis fallen im Fotogramm nicht mehr zwangsläufig zusammen und der "Zufall" erzeugt erstaunliche Ergebnisse. Der Algorithmus des Algogramms beschreibt die Möglichkeiten und Grenzen der Bilderstellung. Erst im Laufe der Programmausführung werden Strukturen und Farben sichtbar. So wird die Tätigkeit zum Coden, Schauen, Coden, Schauen usw. bis man sagt, jetzt ist es gut. Man erstellt – wie Frieder Nake es einmal formuliert hat – Klassen von Bildern, nicht das eine besondere, wertvolle, außergewöhnliche. Obwohl – dann passiert es doch und man sagt, das ist es. Das Gefühl eines Schatzsuchers, der unvermittelt etwas Interessantes in Händen hält.

Bei Wanderer und Ampltd sind gekoppelte Oszillatoren Grundlage der Arbeit. Ein Punkt zeichnet – anhand oszillierender Schwingungen – Muster und Strukturen auf dem Bildschirm. Diese werden dann als Druck ausgegeben. Bei anderen Arbeiten (Round, Morning, Magnet) oszillieren, einfachen Regeln folgend, zuvor auf den Monitor gezeichnete Bildpunkte. In den Serien sind die Grundstrukturen gleich, die Parameter aber unterschiedlich. So entstehen divergierende Bilder.

Schattenlicht – Fotogramme

In den Fotogrammarbeiten gehe ich von den einfachsten – oder besser – grundlegenden materialen Eigenschaften der Fotografie aus. Ihre medialen Aspekte interessieren mich wenig und besitzen nur periphere Bedeutung, wobei ich sie nicht grundsätzlich negiere – tauchen sie auf, sind sie willkommen.

Inside und Process entstanden durch Öffnen der Colorentwicklungsmaschine und Belichten der darin durchlaufenden Fotopapiere. Licht gelangt in die Maschine nur bei einer Reparatur oder wenn andere Störungen im Produktionsprozess auftauchen.

Blattwerk bestand aus einer Packung Colorpapier. Ich knickte und schichtete sie aufeinander, belichtete sie mit dem farbigen Licht einer Fotolampe und entwickelte sie anschließend. Die Bilder hier sind Reste einer spontanen Ausstellung. Während ich kurz abwesend war, nahmen Besucher einen Großteil der Bilder an sich.

Umgang mit Transparenz war in der analogen Fotografie alltäglich, der Blick durch Dias und Negative selbstverständlich. Die Arbeiten Farbfilm und Chromogen bestehen aus jeweils zwei Filmen, Positiv und Negativ. Bei den Filmen handelt es sich schwarzweiße Grafikfilme, die Farbigkeit entsteht durch chromogene Entwicklung.

Momentum – Fotoserien

Augenblick, Kamerablick.